Mittwoch, 14. März 2018

MUnTerMACHERIN-Gespräch: Rinderwahnsinn Steffi & Hubert


Hubert und Steffi mit ihrem „Rinderwahnsinn“ sind mir schon länger ein Begriff. Sehr oft habe ich Fotos und Texte auf Facebook bewundert bei denen Freunde von mir ganz begeistert von den zutraulichen und lieben Rindern im Waldviertel berichteten.

Als bei einem meiner Workshops Teilnehmer ein Glas von Steffis herrlichen veganem Schmalz mitbrachten, das Andi und ich am Abend mit dem Löffel gefuttert haben, war klar, mit Steffi und Hubert muss ich auch ein Interview führen. Schnell war ein Termin gefunden und ich fuhr bei strahlend schönem Vorfrühlingswetter Richtung Waldviertel.

Vor ca. 4 Jahren haben Hubert und Steffi gemeinsam das einzigartige Projekt „Rinderwahnsinn“ ins  Leben gerufen. Auf ihrem Hof im Waldviertel leben rund 80 Rinder und 5 Schweinedamen in tiergerechter Freilandhaltung und freuen sich ihres Lebens. Damit wurden sie zum Vorbild für das harmonische Zusammenleben zwischen Tieren und Menschen.

Hubert war als Bauer immer schon ein bisschen anders als seine Berufskollegen. Bio Anbau war für ihn seit seiner Kindheit selbstverständlich und als er mit einer Rinderzucht und Fleischproduktion begann, war für ihn klar das seine Tiere nicht nur Bio ernährt werden sollen sondern auch in Weidehaltung leben dürfen.  Durch die enge Beziehung die Hubert zu seinen Tieren pflegte begann er jedoch bald einiges zu hinterfragen.



Und genau zu dem Zeitpunkt traf er auf Steffi.  Steffi hatte mit ihrem Verein „Happy Pigs and Friends“ gerade hatte  5 Schweinedame vor dem üblichen Schweineschicksal bewahrt. Auf der Suche nach einem Lebensplatz für ihre Schützlinge traf sie auf Hubert
Heute dürfen die Rinder bei und mit Hubert und Steffi leben. Sie haben mit Rinderwahnsinn ein einzigartiges Projekt ins Leben gerufen das es Menschen, die nicht viel mit sogenannten Nutztieren zu tun haben, ermöglicht die Tiere hautnah kennen zu lernen.




An Tagen des offenen Weidezaunes könnt ihr die Beiden und ihre Tiere hautnah kennen lernen und besuchen, eine Patenschaft für eine Kuh oder einen Ochsen abschließen oder Ferien in einer der Ferienwohnungen machen im wunderschönen Waldviertel machen.  Infos findet ihr unter www.rinderwahnsinn.at








Der MUnTerMACHER-Talk mit Steffi & Hubert

anzuhören über iTunes, Youtube oder Soundcloud und meine Homepage


Sonntag, 11. März 2018

Alles ist gut....Krank sein ist nicht schön



Letze Woche war ich krank und das kommt bei mir sehr selten vor. Generell bin ich seit meiner Kindheit, außer den übliche Kinderkrankheiten geradezu widerlich gesund. Ich hab mir noch nie etwas gebrochen, war außer beim Mandeln herausnehmen noch nie im Krankenhaus und auch die Grippe oder ähnliches erwischt mich äußerst selten.





Umso überraschter war ich als ich nun letzte Woche tatsächlich flach lag. Ich war so weich im Kopf das ich nicht mehr denken konnte und hab eigentlich 24 Stunden fast nur geschlafen. Nicht mal Essen wollte ich und das ist echt ein schlechtes Zeichen bei mir.

Mittlerweile geht’s mir wieder halbwegs gut und sobald ich wieder fähig war zu denken fing ich an mir Sorgen zu machen. Das war ja noch schlimmer als das Krank sein an sich. Sorgen darüber das ich Termine verschieben musste, Sorgen über Gott und die Welt, Sorgen wie es Andi wohl geht das er nun den Hof machen muss und selbst auch nicht ganz gesund ist, und Sorgen darüber warum ich mir Sorgen mache.

Das war ja echt krank, du weißt genau, dass das was du da denkst vollkommener Blödsinn ist aber du kannst trotzdem nicht damit aufhören. Wenn ich dann tatsächlich keinen Grund gefunden habe um mir Sorgen zu machen, weil ich alle ganz leicht rational auflösen konnte, blieb trotzdem so ein diffuses Gefühl von „großer Sorge“ wie eine dunkle Wolke über mir hängen.

Ich versuche ja nach immer mehr und mehr nach den Satz zu leben „Alles ist gut“. Nicht „Alles wird gut“ sondern „Alles IST gut – nämlich so wie es ist.“ Es gelingt mir immer besser und auch in der Krankhteitssituation hat es mir gut geholfen.

Die Bewertung, ob etwas gut oder schlecht ist, gelingt ja ganz selten im Augenblick, sondern oft weiß man erst im Nachhinein wofür etwas gut war oder weshalb man es gebraucht hat. Darüber hab ich eh schon einige Male geschrieben. Ich versuche mich immer mehr dem Gedanken zu öffnen das alles gut ist und alles für mich einen Sinn macht.

Auch wenn es in der Situation oft komisch aussieht, sich gar nicht gut anfühlt, ja geradezu scheiße ist,…. Das Bewusstsein, das es gut so ist wie es ist, hilft mir auch in der Situation gut weiter da ich darauf vertrauen kann, dass das Leben schon keinen Fehler macht.

…und wieder merke ich das man das Üben kann. Je öfter ich den Satz zu mir sage „Alles ist gut“ desto besser wirkt er. Wie ein beruhigendes Mantra und ich hab auf festgestellt, je öfter ich den Satz anwende, desto mehr glaube ich daran. Meist muss ich selbst kurz schmunzeln und das alleine bewirkt schon das eine scheinbare verfahrene Situation, die sich grauslich anfühlt, gleich ganz anders aussieht wenn man sie lächelnd und mit einem kleinen Abstand betrachtet.

Jetzt bin ich wieder gesund und wie immer weiß ich im Nachhinein warum es gut war so wie es war. Ich bin froh das ich wieder mal gespürt habe wie es ist depressiv zu sein, grundlos trübe Gedanken zu wälzen und alleine nicht rauszukommen. Einen Hauch davon zu spüren wie es wohl sein könnte wenn man ernsthaft krank ist und nicht nur mit einer blöden Grippe herumliegt von der man weiss das sie bald wieder weggeht. Hilflos zu sein und sich schlecht zu fühlen…das ermöglicht mir wieder mehr Empathie anderen Menschen gegenüber.

Unser Leben besteht nun mal aus Dualitäten und ich genieße den Frühlingsbeginn jetzt umso mehr, freu mich am Sonnenschein, weiss das ich Hilfe bekomme wenn ich sie brauche, spüre das ich nicht alleine bin, freue mich an den Tieren an der Natur, an meinem Körper, an meiner Seele,….


Mittwoch, 7. März 2018

MUnTerMACHERIN-Gespräch: Leben im Zirkus

Bei meinen Recherchen nach ungewöhnlichen Lebensentwürfen bin ich bald auf das Thema „Zirkus“ gestoßen. Als Kind habe ich oft davon geträumt im Zirkus zu leben. In einem Wohnwagen, ständig unterwegs und immer an einem anderen Ort, umgeben von Clowns und anderen besonderen Menschen und natürlich von Tieren.

Deshalb hat es mich besonders gefreut das sich Alexander Schneller Direktor vom Circus Pircard, dem einzigen klassischen österreichischen Zirkus, gleich bereit erklärt hat zu einem Interview.

Er lud mich zuerst einmal ein an einer Vorstellung in teilzunehmen um ihn und seine Truppe mal ein bisschen kennen zu lernen. So fuhr ich am Rosenmontag nach Kirchberg an der Pillach wo er und 2 Artisten einen Auftritt im Rahmen einer Faschingsveranstaltung hatten.

Es war für mich ein ganz toller Abend. Diese spannenden Menschen kennen zu lernen, ihnen dann auf der Bühne zuzusehen, die unglaubliche Körperbeherrschung zu bewundern und dann ganz entspannt hinter der Bühne zu plaudern. Über das Leben im Zirkus, Familie, Beziehungen, Ernährung, Gott und die Welt….

Das eigentliche Interview haben wir dann in Hof am Leithagebirge geführt, wo der Circus Picard sein Winterquartier aufgeschlagen hat bevor es im März wieder losgeht. Dort lernte ich dann einen weiteren Teil der Zirkusfamilie kennen. Ilona und Romana, die großen Schwestern von Alexander und auch Elisabeth Schneller, Mutter der vier Kinder und Mitgründerin des Circus Picard hatte Zeit für mich und wir haben uns wunderbar unterhalten.

Es waren wieder ganz faszinierende Begegnungen für mich aus denen ich viel mitnehmen konnte. Die positive Lebenseinstellung, der Blick für das Wesentliche und das was wirklich wichtig ist. Was mir auch sehr aufgefallen ist, dass niemand mit dem ich gesprochen habe in irgendeiner Weise gejammert hat, auch außerhalb der Interviews. Wenn etwas nicht passt, dann wird es ganz einfach geändert und etwas anderes probiert.

Ich wünsch Euch auch ganz viel Freude wenn ihr Alexander und Romana Schneller beim Interview zuhört!

Über iTunes, Soundcloude, Youtube anhören

Alle Interviews auch auf www.elisabethnussbaumer.at


Interview über Soundcloud anhören


Wir sehen uns im Circus Picard!

Dienstag, 27. Februar 2018

MUnTerMACHERIN-Gespräche: Die Schönheit der Arktis


Christoph Ruhsam und seine Frau fühlten sich schon sehr früh angezogen von Reisen abseits von Pauschal- und Massentourismus. Ihre ersten gemeinsamen Urlaube machte sie mit den 3 Gang Puch Fahrrad zum Beispiel nach und durch Norwegen, Schweden und Island bis es schließlich in den 90iger Jahren zur ersten Grönland Wanderexpedition kam.

Fotographie ist eine weitere Leidenschaft von Christoph und dabei bevorzugt er puristische Landschaften wie jene der arktischen Ländern.



So entstand dann auch die Idee ein Buch zu schreiben in dem die schönsten Aufnahmen der hohen Arktis veröffentlicht werden. Den letzten Anstoß dazu gab die letzte Expedition nach Grönland (Liverpool Land) wo das Team mit Hundeschlitten mehrere Wochen abseits der Zivilisation unterwegs war.




Nun ist es soweit, Frozen Latitudes (Breitengrade) ist fast R

ealität geworden. Die Texte sind geschrieben, die Fotos ausgewählt und auch ein Verlag wurde gefunden. Die Druckkosten dieses hochwertigen

Bildbandes mit ca. 300 Seiten müssen noch aufgebracht werden.

Mit einer Crowdfunding Champagne auf Kick Starter sucht Christoph nun nach Menschen die seinen Traum unterstützen.

Schaut Euch die Homepage von Christoph Ruhsam an und nehmt Euch Zeit dafür. Pure-Landscapes.net ist keine Seite um kurz mal zu stöbern sondern um einzutauchen in eine stille und atemberaubende Welt. Es bedarf keiner weiteren Worte mehr die Erklären warum es so wichtig ist diese Landschaft zu erhalten.

Mit seinem Buch „Frozen Latitues“ leistet Christoph seinen wunderschönen Beitrag dazu.

Zum Podcast/Gespräch mit Christoph Ruhsam über Soundcloud, Youtube oder ITunes

Soundcloude:


Youtube mit vielen Aufnahmen von Christoph Ruhsam:



Itunes
https://itunes.apple.com/at/podcast/podcast-aussteigen-ankommen/id1335359449?mt=2

Dienstag, 20. Februar 2018

MUnTerMACHERIN-Gespräche: Artgerechte Ernährung

Als ich Kathi Hönig kennen lernte und sie über Ernährung sprechen hörte dachte ich mir insgeheim…“Oh mein Gott, jetzt lebe ich eh schon vegan,  großteiles von Bio-Nahrungsmittel und treibe viel Sport, was soll man den noch alles tun“. Trotzdem hat ein Teil von mir sehr aufmerksam zugehört wenn sie etwas gesagt hat.

Ich hab mich dann sehr intensiv damit beschäftigt, warum ich mich geistig so ablehnend verhalten habe und bin zu dem Schluss gekommen, das ich mich einfach in meinem Lebensstil angegriffen fühlte. Obwohl Kathi nichts dergleichen gesagt oder getan hat. Und plötzlich erinnerte ich mich an die Reaktion der Menschen, wenn ich von meinem Umstieg auf vegane Ernährung erzählte. Es war genau dieselbe Haltung, die ich Kathi gegenüber zeigte.

Auf jeden Fall, habe ich jedes Mal wenn Kathi und ich uns in einer Gruppe getroffen haben, etwas aufgeschnappt das mir sehr interessant erschien. Was Gluten haltiges Getreide im Darm bewirkt, wie gut Wasserfasten für das Immunsystem ist und wie sich die Ernährung auf unseren Gemütszustand auswirkt.

Was mich besonders ansprach, war die Einfachheit der Tipps. Es erfordert eigentlich nur den Willen, etwas einmal auszuprobieren, sonst nichts. Keine komplizierten Diätpläne, kein herumrechnen mit Kalorien, oder sonstige aufwendige Methoden.

Das ist etwas war meinem Charakter sehr entspricht und deshalb hab ich einiges ausprobiert. Mein Experiment „getreidefrei“ läuft jetzt schon seit 3 Monaten ohne das ich das Gefühl habe auf etwas zu verzichten, ich hab 3 Tage gefastet trotz körperlicher Arbeit am Hof und lege jetzt generell mind. 1 Fasttag pro Woche ein.

Es geht mir sehr gut damit  und hat v.a. auf meine Stimmung positive Auswirkungen gehabt. Deshalb war es mir ein großes Bedürfnis einen Podcast mit Kathi aufzunehmen. Mich beeindruckt immer wieder ihr enormes Wissen das sie sich angeeignet hat, sodass ihre Ausführungen eine wissenschaftliche Grundlage haben und nicht ausschließlich eine Meinung sind.


Hört mal neugierig rein, vielleicht ist ja auch etwas für Euch dabei. Wenn ihr Fragen habt, Euch mal mit Kathi treffen wollt, bei einem Workshop teilnehmen oder Rezepte benötigt, steht sie Euch unter Kathi.hoenig@hotmail.com

Ihr könnt Euch diesen und alle anderen Interviews anhören über Soundcloud, Youtube,  iTunes und natürlich auf meiner Homepage anhören.